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Pressestimmen - Auswahl 2005 - 2007

Blue Rythm Juni/August 2007 | Tobias Maier
..... Dass Berlin mittlerweile eine europäische Musikmetropole ist, bezweifelt wohl niemand mehr ernsthaft. Bei den globalen Klängen allerdings stehen Paris oder London mit ihren großen afrikanischen oder asiatischen Communities weitaus besser da. Umso bemerkenswerter, dass mit dem Nomad Sound System nun eine Band aus Berlin den Sprung in die Öffentlichkeit wagt, die man bislang eben nur in Paris oder London vermutet hätte. Das Multikulti-Quintett um den tunesischen Sänger Karim Sfaxi steht für Orient-Songs, die clubtauglich und cool sind, aber auch auf dem Popmarkt bestehen können. Ähnlich wie es die angesagten Acts der britischen Bhangra-Szene von Juggy D bis Panjabi MC mit den Traditionen aus Indien und Pakistan vorgeführt haben, verlässt sich das Nomad Sound System auf die verschlungene Melodik und die geheimnisvolle Atmosphäre der maghrebinischen Musik, und befeuert sie in einem urbanen Klangrahmen mit Drum N Bass, HipHop oder Garage. Dabei profitiert die bunte Truppe aus Kreuzberg von den Erfahrungen ihrer Mitglieder, die als Hochzeitssänger, DJ, Produzent oder Session-Musiker schon jahrelang unterwegs waren. Entsprechend präsentiert sich Ihr Debütalbum jetzt als rundes und stilsicheres Werk, gut ausbalanciert zwischen Underground-Attitüde und Popappeal, Tradition und Hightech .....

Inka Stadtmagazin - Karlsruhe/Juni 2007 | Roger Waltz
..... Neben Feist ist das Debüt der multikulturellen Berliner Soundnomaden für mich das Album des Monats. Ethno, Pop, und Elektronik, orientalische Beats und Gnawa Trance, Dub, Drum´n´Bass und unnachahmlicher Rai auf elektronischen Ska-Beats münden im Zweifelsfall in: Arabischem Dancehall. Das klingt nach Sample Matsch, es sind aber in Wahrheit elf völlig organische Tracks voller Groove und Seele .....

Radio Bremen 4 18.07.2007
..... Coole Elektronik, heiße Beats und orientalische Melodien , so klingt der neue Grossstadtsound aus Berlin. Nomad Soundsystem ist in der Hauptstadt längst bekannt, denn die 5 Berliner Nomaden sind ein heißer Live Act und die Fans warten schon seit langem sehnsüchtig auf das Debutalbum. Jetzt endlich ist ihr erster Longplayer da und der hat auch gleich einige hitverdächtige Stücke drauf. Der Song "Fatima" z.B. ist exzellenter arabischer Pop. So etwas gab es bisher meist in Frankreich zu hören. Doch das multikulturelle Berlin bringt inzwischen auch jede Menge exotischer Bands hervor. Und seit 2002 begeistert Nomad Soundsystem die Berliner Clubszene. Die Truppe ist ein bunter Haufen: 2 Deutsche, ein Japaner und 2 Araber machen zusammen eine Art futuristischen Orientsound. Richtig Glück hatte die Band mit Sänger Karim Sfaxi. Ursprünglich war der als Ersatz-Percussionist eingesprungen. Aber dann stellte sich heraus, dass er super singen kann. Seitdem gibt ihr neuer Frontmann allen Stücken den orientalischen Touch. Ein tolles Debüt haben die Jungs aus Berlin-Kreuzberg da vorgelegt. Nicht umsonst wurden sie schon vor 2 Jahren mit dem deutschen Weltmusikpreis in der Kategorie beste Newcomer gekürt. Im Herbst fliegen Nomad Soundsystem nach New York in die Carnegie Hall. Dann findet dort das Berlin-Festival statt, und die 5 Nomaden sollen den Amerikanern ordentlich einheizen. Denn beim Berlin-Festival in New York zeigt die deutsche Metropole ihr neues Gesicht und ihren neuen Beat: modern, global, kreativ und absolut partytauglich .....

RBB / Radio Multikulti Mai 2007 | Peter Rixen
..... Viele einstige Nomaden sind längst sesshaft geworden. In einer globalisierten Welt sind es die Musiker, die den Part der Nomaden übernommen haben  ständig auf Achse zum nächsten Konzerttempel, zum nächsten Club. Die gewonnen Erfahrungen formulieren sie musikalisch, und ständig kommen neue Erfahrungen hinzu, die letztlich auch die Musik und die Musiker selbst verändern. Anders als früher aber reisen unsere heutigen Musik-Nomaden mit dem Laptop im Gepäck und stehen stets im internationalen Austausch mir Kollegen in irgendeinem Weltwinkel. So auch das Berliner Nomad Soundsystem. 2002 gegründet, ist die algerisch-deutsch-japanisch-tunesische Combo landauf und landab längst zu einem festen Begriff in der Clubszene geworden. Coole Elektro-Sounds, unwiderstehliche Grooves, Raï-Gesang, Tranciges der Gnawa-Bruderschaften, vorwärtstreibende Gitarren-Riffs, Drum'n'Bass und jede Menge Maghreb-Aromen verschmilzt das System zu einem Mix, den es selber Oriental Electronics nennt. radiomultikulti hatte schon vor längerer Zeit ein Auge auf den eklektischen Fünfer geworfen. So trat das Nomad Soundsystem bereit im Jahr 2005 beim VölkerBall auf, der jährlichen Party des multikulturellen rbb-Senders. Zuvor hatte das mit Notebook-PC, Turntables, Gitarre, Oud, Percussion, Akkordeon, Bass und Vocals auftretende Quintett schon die RUTH eingeheimst, den deutschen Weltmusikpreis (Kategorie Newcomer), der alljährlich beim Tanz- und FolkFest im thüringischen Rudolstadt vergeben wird. Nun freuen sich die fünf Jungs über ihr Debütalbum, das ihre Musik an der Schnittstelle zwischen Elektro-Sounds und Orientalischer Livemusik endlich auch fürs private Reich verfügbar macht. Damit aber ist die Reise unserer Nomaden noch lange nicht zu Ende. Gerade stehen sie in der Endausscheidung des bundesweiten CREOLE Wettbewerbs für Weltmusik, der von Donnerstag bis Sonntag dieser Woche in Dortmund stattfindet. Egal, wie es dort für die Finalisten ausgeht, auch dort wird klar werden: das Nomad Soundsystem, nicht nur elektrisch, sondern wirklich elektrisierend .....

TAZ 05.07.2005 | Christian Rath
..... Beim Preisträgerkonzert nachts um zwei im Heinepark zeigte der Tunesier, dass er nicht nur eine tolle Stimme hat, sondern auch das Potenzial zum charmanten Frontmann. "Oriental Fusion Style" nennen die fünf Berliner ihre Tanzmusik, man könnte auch von Electro-Rai sprechen. Die Band ist fast bunter als Berlin .....

Frankfurter Allgemeine Zeitung 08.07.2005 | Norbert Krampf
..... Wie sich die Kluft zwischen ethnischer Musik, Pop und Elektronik überbrücken lässt, zeigte noch am selben Abend das Nomad Sound System aus Berlin. Ein tunesischer Sänger und ein Algerier an Darbukka oder Akkordeon wandeln auf den Spuren des Rai, rhythmische "Loops" des japanischen Computerprogrammierers und ein Platten "scratchender" DJ repräsentieren die Moderne der Tanz-Clubs. Treib- und Schmiermittel des Quintetts ist der deutsche Gitarrist, erfahren in Harmonien und Rhythmen marokkanischer Gnawa-Bruderschaften. Konsequent arbeiten die zeitgemäßen Eklektiker an einer ausgeklügelten Fusion persönlicher Verwurzelungen, traditioneller Instrumente und aktueller Technologie. Es sind wohl besonders solche Formationen, denen die globalisierte Zukunft gehört .....

Skug | Journal für Musik | Wien | November 2005:
..... Anfangs roch das für mich doch noch ein wenig nach einem weiteren Nebenprodukt des Hypes um die »Multikulti-Chill-Kultur«, »Café del Mar«  kurz : Nach vorproduzierter Musik ohne den kleinsten Funken performativer Qualität. Was mich schließlich doch überzeugte? Die gierig nach Zugaben hechelnde Menge, diese so unschuldige Selbstvergessenheit beim Spielen und der so würdevolle Spagat zwischen Berliner Urbanität und einem aufrichtigen Bewusstsein für die Folklore Maghrebiniens. Musik zum Augen schließen und lauschen, zum ekstatisch Tanzen und abrocken. Mitten durch die Menge verließ die Band die Bühne, heftig trommelnd, zufrieden lachend .....

FAZ 13.10.2005:
..... (Die) hitzigen Konzerte sind lebendiger Beweis für die Qualität, die interkulturellen Dialogen inne wohnen kann, wenn die Beteiligten einander ernsthaft zuhören und ihre individuellen Verwurzelungen dabei präsent bleiben .....